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82 Jahre Reichspogromnacht – Melawe Malke

Am Samstagabend fand anlässlich des Jahrestags der Reichspogromnacht eine Melawe Malke mit über hundert Zuschauern online statt. Organisiert wurde sie vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund SIG und der Israelitischen Religionsgesellschaft Zürich IRG. Zu Gast waren der neue SIG-Präsident Ralph Lewin und Rabbiner Moshe Baumel mit einem Vortrag zu «Rabbiner und Pandemien in Aschkenas».
82 Jahre sind seit der Reichspogromnacht vergangen. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 (16 Cheschwan) erreichte die Verfolgung und Terrorisierung der Juden in Deutschland einen neuen Höhepunkt und markiert den Beginn der Schoah. Im Gedenken an diese Nacht organisierte der SIG zusammen mit der IRG eine Melawe Malke. Kurzfristig und aufgrund der Ausnahmesituation in der Pandemie musste die Versammlung online durchgeführt werden. Das tat dem Interesse nur wenig Abbruch, haben sich doch über hundert Personen zugeschaltet. Begrüsst wurden die Anwesenden von Ariel Wyler, SIG-Geschäftsleitungsmitglied im Ressort Religiöses.
Grussbotschaft von Ralph Lewin
Erster Programmpunkt war der Auftritt des neuen SIG-Präsidenten Ralph Lewin. In seiner Grussbotschaft erinnerte er daran, dass Klischees, Vorurteile und Verschwörungstheorien auch und gerade in Zeiten der Pandemie Verbreitung finden. Er mahnte die Anwesenden an die eigene Verantwortung, die Erinnerung an die Schoah aufrecht zu erhalten und weiterzutragen.
Rabbiner Moshe Baumel zu Pandemien
Diese Melawe Malke war stark inhaltlich ausgerichtet und war als Schiur aufgebaut. Rabbiner Moshe Baumel der Israelitischen Gemeinde Basel hielt einen spannenden und lehrreichen Vortrag zu «Rabbiner und Pandemien in Aschkenas». Er bot Einblick in den Umgang mit Krankheiten und Pandemien von jüdischen Gemeinschaften über die Jahrhunderte und an unterschiedlichsten Orten.
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