Antisemitismus

Die Stadt Bern verankert die Bekämpfung von Antisemitismus als übergreifenden strategischen Schwerpunkt

Die Stadt Bern verabschiedet den neuen «Schwerpunkteplan Migration und Rassismus 2026–2029». Antisemitismus wird darin als übergreifender Schwerpunkt definiert. Mehrere konkrete Massnahmen betreffen Schulen, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Der SIG begrüsst die strategische Verankerung und hofft auf eine konsequente Umsetzung.

Mit dem neuen Schwerpunkteplan 2026–2029 setzt der Gemeinderat der Stadt Bern einen deutlichen Akzent gegen Antisemitismus. Erstmals wird dessen Bekämpfung ausdrücklich über alle fünf thematischen Schwerpunkte hinweg integriert. Antisemitismus wird nicht als Einzelaspekt behandelt, sondern soll in allen fünf Schwerpunktbereichen mitgedacht und berücksichtigt werden. Grundlage ist auch eine vom Stadtrat erheblich erklärte Motion zur verstärkten Bekämpfung von Antisemitismus. Damit reagiert die Stadt auch auf die zunehmende Verunsicherung jüdischer Bernerinnen und Berner.

Konkrete Massnahmen gegen Antisemitismus in Schule und Verwaltung

Der Schwerpunkteplan sieht mehrere spezifische Schritte vor: Die Schulsozialarbeit wird gezielt zum Thema Antisemitismus geschult. Lehrpersonen erhalten im Rahmen eines städtischen Netzwerks Weiterbildungsmodule, die Antisemitismus ausdrücklich einschliessen. In einer Pilotschule sollen Massnahmen für eine diskriminierungsarme Schule entwickelt werden, mit besonderem Augenmerk auf Antisemitismus. Zudem werden Sensibilisierungs- und Weiterbildungsangebote für Verwaltung und Institutionen ausgebaut. Antisemitismus soll systematisch erfasst, thematisiert und präventiv bearbeitet werden. Die Stadt nennt ausdrücklich die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen, darunter dem SIG.

Strategische Verankerung verpflichtet

Der SIG begrüsst, dass Antisemitismus nicht punktuell, sondern strukturell und direktionsübergreifend angegangen werden soll. Die strategische Verankerung schafft eine wichtige Grundlage. Entscheidend wird nun sein, dass die vorgesehenen Massnahmen mit ausreichenden Ressourcen hinterlegt und konsequent umgesetzt werden.

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