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Die Schweizer Juden setzen ein Zeichen
In Synagogen der Schweiz werden in der Nacht vom 8. Auf den 9. November die Lichter brennen. Der Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund (SIG) und die Plattform der Liberalen Juden der Schweiz (PLJS) erinnern an den fünfundsiebzigsten Jahrestag der Reichspogromnacht.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 setzten die Nationalsozialisten praktisch alle Synagogen in Deutschland in Brand, zerstörten jüdische Geschäfte und ermordeten eine grosse Zahl von Juden. Die Bilder der lichterloh brennenden Synagogen sind zu einem Mahnmal geworden. Das Ereignis wurde von den Nazis zynisch als „Kristallnacht“ bezeichnet. Es markierte den Beginn der beispiellosen Vernichtung von sechs Millionen Juden und jährt sich an diesem Wochenende zum fünfundsiebzigsten Mal.
Die jüdische Gemeinschaft in der Schweiz wurde von den schrecklichen Ereignissen verschont, und die zum Teil über hundert Jahre alten Synagogen in unserem Land blieben unversehrt.
Vom Freitag 8. November, auf den Samstag, 9. November, werden in Synagogen und jüdischen Betlokalen in der Schweiz während der ganzen Nacht die Lichter brennen.
Die jüdische Gemeinschaft setzt damit ein stilles Zeichen: Ein Zeichen des Schmerzes, in Erinnerung an die Reichspogromnacht. Und ein Zeichen für die Ausstrahlung des vielfältigen jüdischen Lebens und Wirkens, das sich, trotz der Gräueltaten der Nazizeit, weiter entfaltet.
Für weitere Informationen:
Dr. Herbert Winter, Präsident SIG (044 251 81 00)
Nicole Poëll, Präsidentin PLJS (079 404 22 10)
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