Politik

Provenienzforschung: Die jüdischen Dachverbände in der Schweiz begrüssen die Weichenstellung in Zürich und auf nationaler Ebene

Der SIG und die Plattform der Liberalen Juden in der Schweiz PLJS freuen sich über die Ernennung von Felix Uhlmann zum Leiter des Runden Tisches und begrüssen das Konzept für die Evaluation der Provenienzforschung zur Bührle-Sammlung.

Heute haben die Stadt und der Kanton Zürich und die Zürcher Kunstgesellschaft über das weitere Vorgehen bezüglich der unabhängigen Evaluation der bisher geleisteten Provenienzforschung zur Sammlung Erich Bührle informiert. Im März 2022 wurde der neue Subventionsvertrag zwischen der Stadt Zürich und der Kunstgesellschaft veröffentlicht. Dieser hielt unter anderem fest, dass die bisherige Provenienzforschung zu den Werken der Sammlung Bührle einer «unabhängigen, wissenschaftlich höchsten Standards genügenden externen Evaluation» unterzogen würde. Dafür solle eine unabhängige Expertenkommission eingesetzt werden. Es stimmt den SIG und die PLJS zuversichtlich, dass die Dinge in Bewegung kommen und wichtige Weichen für die Provenienzforschung in der Schweiz gestellt werden.

Ernennung von Felix Uhlmann zum Leiter des Runden Tisches

Felix Uhlmann, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht und Rechtsetzungslehre an der Universität Zürich sowie Präsident der Kunstkommission des Kunstmuseums Basel, wurde zum Leiter des sogenannten Runden Tisches ernannt. Zugleich wurde das Konzept für die unabhängige Evaluation der bisher geleisteten Provenienzforschung zur Sammlung Emil Bührle präsentiert.
Felix Uhlmann wird die Evaluation vorbereiten, ihre Durchführung begleiten und über die Ergebnisse Bericht erstatten. In einer ersten Phase wird der Einbezug relevanter, auch kritischer Stimmen sichergestellt. Der Runde Tisch wird darauf hinarbeiten, dass ein Konsens zu den Inhalten und Schwerpunkten des Mandats gefunden wird. Ebenso obliegt dem Runden Tisch die Auswahl der Expertinnen und Experten.

Ständerätliche Kommission stützt die Förderung von Provenienzforschung

Die jüngste Kommunikation über das weitere Vorgehen bezüglich der in die Kritik geratene Sammlung Bührle fällt zusammen mit der Entscheidung der WBK-S, der Wissenschafts- und Bildungskommission des Ständerates, von letzter Woche: Sie beantragt, die Motion ihrer nationalrätlichen Schwesterkommission anzunehmen, mit der die Schaffung einer Plattform für Provenienzforschung von Kulturgütern gefordert wird («Motion Aebischer»). Am vergangenen Dienstag hat die WBK-S ausserdem einstimmig beantragt, den Grundsatz der von Nationalrat Jon Pult eingegeben Motion zu unterstützen. Das heisst, dass eine unabhängige Kommission eingesetzt wird, die Empfehlungen im Hinblick auf «gerechte und faire Lösungen» für NS-verfolgungsbedingt entzogene Kulturgüter abgeben soll. Die Motion geht nun in abgeändeter Form in den Ständerat. Es ist davon auszugehen, dass sie vom Ständerat angenommen wird, bevor sie noch vom Nationalrat bestätigt wird.

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