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Nein zu „No Billag“

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund SIG und die Plattform der Liberalen Juden der Schweiz PLJS lehnen die Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren (No Billag)» ab. Die Schweiz braucht Medien mit einer ausgewogenen Berichterstattung, die auch den Interessen der Minderheiten gerecht werden.
Der SIG und die PLJS setzen sich für eine ausgewogene Berichterstattung ein, welche die Vielfalt der Minderheiten in der Schweiz widerspiegelt. Die SRG hat die Auflage, die Sprachregionen und die Vielfalt der Meinungen zu berücksichtigen und zum gegenseitigen Verständnis der Kulturen beizutragen. Dazu gehört auch die Thematisierung von Religionsfragen und der religiösen Vielfalt. Dies hilft, das gegenseitige Verständnis zu stärken. Die sachgerechte Darstellung verschiedener Ansichten ist wichtig für alle Minderheiten und die Demokratie. Die Finanzierung solcher Inhalte ist ohne die Gebühren nicht möglich. Wird das Medienangebot von rein ökonomischen Prinzipien gelenkt, kämen Minderheiten wahrscheinliche kaum mehr zu Wort. „Das Schweizer Radio und Fernsehen berichtet immer wieder über Minderheiten und trägt damit einen Teil zur Informationsarbeit bei. Wird die Initiative angenommen, wird die Öffentlichkeit weniger über solche Themen erfahren. Dies ist nicht im Sinne des gegenseitigen Verständnisses und des Respektes, für die wir uns einsetzen„ so SIG-Präsident Dr. Herbert Winter.
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