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Staatskunde mit Yvonne Feri

Mit dem jewpa betritt die junge Generation der Juden und Jüdinnen in der Schweiz Neuland. Unabhängig von der Gemeindezugehörigkeit oder der Ausrichtung kamen die Teilnehmenden zusammen, um die Wünsche und Ideen ihrer Generation zu diskutieren. Offen, demokratisch und fair - so sollte das 1. Jüdische Jugendparlament sein. Solche Prozesse in der Form zu gestalten braucht aber auch etwas Hintergrundwissen und Erfahrung. Darum gab es gleich zu Sitzungsbeginn eine Einführung in Staatskunde – mit SP-Nationalrätin Yvonne Feri.
Ein Jugendparlament funktioniert nicht anders wie andere Parlamente. Sie versuchen durch Diskussionen, Debatten und Kompromisse Lösungen zu formulieren und zu verabschieden. Eine demokratische Entscheidfindung sei dabei nicht als ein statischer Ist-Zustand zu verstehen, sondern vielmehr als ein Prozess und «dieser muss immer wieder hinterfragt, genährt und angetrieben werden», wie Feri den jungen Parlamentsangehörigen erklärt. Darum sei es auch wichtig, dass man schon früh und auch in einem Gefäss wie dem jewpa lernt, wie Ideen und Wünsche in demokratischen Prozessen vorangetrieben werden.
Partizipation ist der Clou
Um aber überhaupt seine eigenen Vorstellungen durchzusetzen, muss man auch aktiv partizipieren. Feri appellierte eindringlich dafür, dass sich die Zuhörenden im Saal an den politischen Prozessen beteiligen. Bevor man sich über die Politik im Allgemeinen oder Politikerinnen im Speziellen ärgere, müsse man immer zuerst bei sich selbst nachfragen: Habe ich gewählt, habe ich abgestimmt? So ist Feri davon überzeugt: «Nur mit der Partizipation können wir Einfluss ausüben. Und die Demokratie lässt das zu. Wir sollten es nutzen.»
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