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Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2026: Das Thema «Liebe» verbindet am 6. September Menschen und Traditionen

Am 6. September 2026 findet der Europäische Tag der Jüdischen Kultur statt. Jüdische Gemeinden, Museen und weitere Institutionen an neun Schweizer Orten widmen ihr Programm dem Thema «Liebe». Zahlreiche Veranstaltungen zeigen die Vielfalt jüdischen Lebens. Der Kulturtag wird vom Jüdischen Museum der Schweiz koordiniert und vom SIG unterstützt.
Am 6. September 2026 lädt der Europäische Tag der Jüdischen Kultur dazu ein, jüdisches Leben kennenzulernen. Das diesjährige Thema «Liebe» steht in mehr als dreissig Ländern im Zentrum. In der Schweiz gestalten jüdische Gemeinden, Museen und weitere Institutionen an neun Orten ein vielfältiges Programm. Die Veranstaltungen beleuchten jüdische Geschichte, Kultur und Gegenwart aus unterschiedlichen Perspektiven.
Liebe als verbindende Kraft
Das diesjährige Thema «Liebe» wurde von der European Association for the Preservation and Promotion of Jewish Culture and Heritage AEPJ ausgewählt und gilt europaweit. Damit rückt der Europäische Tag der Jüdischen Kultur eine der zentralen Dimensionen jüdischen Lebens in den Mittelpunkt. Liebe zeigt sich im Judentum auf vielfältige Weise: in der Familie, in Freundschaften und Partnerschaften sowie im gemeinsamen Lernen. Sie zeigt sich auch in der Verbundenheit mit der Tradition und in der Verantwortung für die Gemeinschaft.
Jüdisches Leben war und ist geprägt vom Dialog mit dem jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld. Liebe bedeutet dabei auch Offenheit, Respekt und die Bereitschaft, Brücken zwischen Menschen, Generationen und Kulturen zu bauen. Der Europäische Tag der Jüdischen Kultur lädt dazu ein, diese unterschiedlichen Facetten der Liebe neu zu entdecken. Liebe ist eine verbindende Kraft, die jüdisches Leben seit Jahrhunderten prägt und bis heute aktuell ist.
Vielfältiges Programm in der ganzen Schweiz
Veranstaltungen finden in Baden, Basel, Bern, Delémont, Endingen-Lengnau, Genf, La Chaux-de-Fonds, Lausanne und Zürich statt. Das Jüdische Museum der Schweiz in Basel widmet sich der Liebe im Kinderbuchklassiker «Heidi». Später stellen die Paartherapeuten Tobias und Laura Goldfarb dreizehn mögliche Fallstricke einer Liebesbeziehung vor. In Bern erzählt die Historikerin Hannah Einhaus die Geschichte des jüdischen Paars Odette und Georges Brunschvig. In Genf diskutieren Ruth Dreifuss und Mikhael Benadmon die Frage, ob man seinen Nächsten noch lieben könne. Bei Omanut in Zürich spricht der Autor Thomas Sparr über jüdische und queere Geschichte. Weitere attraktive Veranstaltungen wie Podien, Filmvorführungen, Lesungen, Konzerte, geführte Stadtrundgänge und Synagogenführungen ergänzen das schweizweite Programm.
Begegnung und Dialog ermöglichen
Der Europäische Tag der Jüdischen Kultur wird seit 1999 europaweit durchgeführt. In der Schweiz koordiniert das Jüdische Museum der Schweiz den Anlass seit 27 Jahren. Der SIG und weitere Partner unterstützen den Kulturtag. Das gemeinsame Programm schafft Begegnungen und macht die Vielfalt jüdischen Lebens zugänglich. Es stärkt damit den Austausch zwischen Menschen, Generationen und Kulturen.
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